Was Vermieter besser beachten sollten!

Vermieter wollen sich häufig die Kosten einer Vermietung durch einen Makler sparen. Klar, wer möchte das nicht. Dennoch kann es trotz Maklerprovision sinnvoll sein, einen Immobilien-Experten mit der Vermietung zu beauftragen. Es gibt bereits bei der Mieterauswahl einiges zu beachten, was man als privater Vermieter nicht unbedingt auf dem Schirm hat.

Das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz

Schauen wir uns heute zum Beispiel mal das Gesetz zur Umsetzung europäischer Richtlinien zur Verwirklichung des Grundsatzes zur Gleichbehandlung – das AGG – an. Das AGG hat insbesondere im Miet- und im Arbeitsrecht eine wichtige Bedeutung.

Dabei sollen Benachteiligungen aus Gründen der ethnischen Herkunft, des Geschlechts, des Alters, der Religion oder der sexuellen Identität verhindert werden.

Eingeschränkter Anwendungsbereich

Wenn der Vermieter oder einer seiner Angehörigen Wohnraum auf demselben Grundstück nutzt, gilt das AGG nicht. Dazu zählen die Eltern, die Geschwister, der Ehegatte und alle Verwandten in gerader Linie. Auch wenn ein besonderes Vertrauens- und Näheverhältnis vorliegt, findet das AGG in der Regel keine Anwendung. Für die genauen Umstände wenden Sie sich bitte an einen Rechtsanwalt.

Unterschieden wird auch nach der Anzahl der Wohnungen. Bei Vermietern unter 50 Wohnungen sind nur die Diskriminierungstatbestände relevant. Vermieter mit mehr als 50 Wohnungen müssen hingegen alle Tatbestände des AGG beachten.

Generell ist es sinnvoll dem Gleichbehandlungsgesetz auch eine moralische Beachtung zukommen zu lassen und auf gewisse Dinge bei der Vermietung zu achten.

Verstöße gegen das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz

Schon bei der Mietersuche sollten Vermieter bei Inseraten auf die Formulierung achten. Den Kreis der Interessenten von vornherein zu beschränken, sollte man vermeiden.

Beispiele wie man es nicht tun sollte: „Vermietung nur an kinderlose Paare“, „Wir vermieten nicht an Ausländer“ oder „Junge, alleinstehende Dame gesucht“. Verstöße gegen das AGG könnten sich von anderen Interessenten herleiten lassen.

Benachteiligungen auch während der Mietdauer

Selbst in einem laufenden Mietverhältnis können Benachteiligungen einer Mietpartei zum Vorwurf eines AGG-Verstoßes führen. Vor allem dann, wenn sie sich nicht sachlich begründen lassen.

Beispiel: Ein gleichgeschlechtliches Paar wird wegen nicht erfolgter Mietzahlung angemahnt und anschließend gekündigt. Bei gleichzeitiger Nichtzahlung von anderen Mietern werden hingegen mal beide Augen zugedrückt.

Was Vermieter tun können

Bei Telefonaten und Wohnungsbesichtigungen unbedingt Äußerungen vermeiden, die bestimmte Zielgruppen bevorzugen oder benachteiligen. Stattdessen auch Interessenten, die nicht auf dem ersten Blick in Frage kommen, die Möglichkeit zur Besichtigung und zum Ausfüllen einer Selbstauskunft geben. Werden zulässige Fragen in der Selbstauskunft nicht vollständig oder falsch ausgefüllt, wäre dies ein sachlicher Grund den Interessenten ohne AGG-Verstoß abzulehnen.

Verstöße gegen das AGG können Rechtsfolgen nach sich ziehen. Falls es dazu kommt, empfehlen wir einen Rechtsbeistand zu beauftragen.

Bei einer Vermietung gibt es viele Dinge zu beachten. Auch deshalb ist die Beauftragung eines Immobilien-Experten oftmals gut angelegtes Geld.

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