Die berühmte 100.000 € „Lüge“ …

Ok, das Wort „Lüge“ ist hier vielleicht deplatziert. Deshalb nennen wir es lieber die „100.000 € Aussage“. Berufskollegen müssen jetzt schmunzeln, denn es wird ihnen bekannt vorkommen. Ganz oft können Immobilienmakler nämlich vorhersehen, wenn es um die Aussagen für noch notwendige Investitionen bei gebrauchten Häusern geht. Klar, in erster Linie muss mal pauschal der Preis gedrückt werden.

Wer kennt es nicht im Makleralltag. Man besichtigt mit Interessenten ein Wohnhaus, welches schon ein paar Jahre auf dem Buckel hat. Sie wissen was direkt nach der Besichtigung kommt, wenn man den Interessenten befragt, ob ihm die Immobilie zusagt:

„Da muss ich noch mindestens 100.000 € reinstecken, wenn es reicht.“

Das Interessante an dieser Aussage ist, dass sie fast bei jeder Immobilie getroffen wird. Egal ob es sich um ein Haus aus den 70ern oder den 90ern handelt. Auch egal, ob das Haus nur 80 oder 150 m2 Wohnfläche hat. Oder ob die Heizung schon erneuert wurde oder nicht. Die Fenster einfachverglast oder isolierverglast sind.

Es sind (fast) immer die berühmten 100.000 €. Dabei liegt es auf der Hand, dass die Aussage in den seltensten Fällen stimmt. Warum? Weil sie pauschal rausgehauen wird. Ohne Berechnung der Flächen, der Materialien, der baulichen Gegebenheiten oder einfach dem persönlichen Niveau angepasst werden.

Deshalb bitte ich solchen Interessenten mir am nächsten Tag doch einfach die Aufstellung zukommen zu lassen. Sie ahnen es schon: Es kommt nichts. Nicht am nächsten Tag und auch nicht eine Woche später.

Liebe Interessenten, bleibt doch einfach bei den Aussagen sachlich und fundiert. Dasselbe gilt natürlich auch für uns Makler. Floskeln ohne Beleg sollten einfach wegbleiben. Meint Ihr

Andreas Brauer – KOBRA Die Makler

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